FREITAGSKAFFEE MIT DER INSPIRATION. Vernetzt.
Es ist Freitag 15 Uhr. Ich trinke Kaffee und schiele dabei zu einem kleinen grünen BÜCHLEIN, das neben mir liegt. Ich würde da jetzt gern weiter drin lesen, aber gleichzeitig will ich Euch davon erzählen. Von Krystian Woznicki, der es herausgegeben hat, von den Journalisten, Künstlern, Philosophen und Firmengründern, die hierin von Etwas erzählen, das für uns so SELBSTVERSTÄNDLICH geworden ist, obwohl es noch gar nicht allzu lange her ist, dass wir unsere ERSTE EMAIL ADRESSE eingerichtet haben.
Ich rede hier vom Lebensgefühl des „Vernetzt Sein“. Die Berliner Gazette, deren Chefredakteur Krystian bis vor Kurzem war, hat zehn Jahre lang in ihrem legendären elektronischen „MINI-FEUILLETON“ freischaffende Kreative nach ihrem Leben mit dem Internet befragt. „Vernetzt“ bündelt die sehr persönlichen Reflektionen dieser „Tastaturgemeinschaft“ zu dem, was das Internet mit ihnen angestellt hat. Wer jetzt denkt „Digitale Bohème go home“, der sollte zu Spreeblick gucken, die hierzu eine ziemlich appetitanregende Kritik geschrieben haben.
Mich hat „vernetzt“ dazu gebracht darüber nachzudenken, warum mich vernetzt sein manchmal nervt. Und dann habe ich mich gefragt, was mit denen ist, die immer noch in der analogen Welt leben. Natürlich bin ich parallel dazu im Internet umher, und dann glücklicherweise über folgendes Video gestolpert. Es erzählt vom GENERATION GAP zwischen den analogen Werten der „digitalen Immigranten“ (die Mami und Papis und fast alle großen Unternehmen) und den digitalen Werten der viel zitierten „digitalen Eingeborenen“, also die Generation unserer kleinen Geschwister. Mir hat das Video gut getan, weil es die Selbstverständlichkeit und die Ausschließlichkeit vom Vernetzt Sein angenehm relativiert hat. Zumindest für heute.
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=rRhWsqdtkkw]
MEHR FREITAGSKAFFE hier und hier
Mittlerweile finde ich es schon fast Teil eines Urlaubs, für einige Tage mal nicht mehr “vernetzt” zu sein: Kein Internet, Handy aus, und das Leben geht trotzdem weiter. Und nach ein paar Tagen hat man nicht einmal mehr eine zittrige Maushand.
klingt nach spannender lektüre. schon das cover ist für mich den buchkauf wert, ich entscheide in buchhandlungen viel nach sowas, in den meisten fällen ist dann auch interessanter inhalt drin. an deinen twitter-post erinnert: mehr davon! viele grüße
eva.ricarda
Ich wette mit Dir, dass im nächsten Jahr das erste Retreat für die “Online-Reininigungs-Kur” aufmacht. Ayuvrveda denkt da bestimmt schon drüber nach
Liebe Eva, ich fand das Buch nebst Cover interessant, weil in ihm Geschichten stehen, die auf den ersten Blick gar nicht so in unser “Vernetzt-Cliché” passen wollen. Das macht den Kopf ein Stück weiter auf. Und: ich bin auch ein Covermädchen, das immer leidet, wenn es englischsprachige Bücher liest, die so arg Papiertütenmäßig daher kommen. Danke für Deinen Kommentar. Eva
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