Bar Tausend oder war es das Cookies, Grill Royal, White Trash?
Am Sonntagabend sind wir ausgegangen. Was wie immer Sonntagabends ersteinmal schwer fiel. Es hilft übrigens überhaupt gar nicht, am Samstagabend so zu tun als wäre Montag und vorgetäuscht bleischwer ins Bett zu fallen, um am Sonntagabend ausgehgierig gegen 22 Uhr das Haus zu verlassen. Ein Biorythmus lässt sich nicht täuschen. Es sei denn, er kommt in den Genuss eines Moscow Mule aus den Händen von COOKIE, eine, wie ich meine, LEGENDE des Berliner Nachtlebens. Und so war der Weg vom Melatonin hin zum Endorphin geebnet.

Wir waren angekommen: in der WILDHEIT einer Party, die immer dann ensteht, wenn die eigentlichen Macher des Nachtlebens feiern. Die Bar Tausend hatte zur Gründernacht gerufen und als wir in die Bar eintauchten, standen da fein aufgereiht hinter dem funkelnden Tresen COOKIE, BORIS RADZUN vom Grill Royal, MARCUS TROJAN aus dem Weekend, YASMINE ORTH, die Macherin von Creative Connectors und einige mehr. Währenddessen legte MAXIMILIAN HECKER dicht geduckt neben der Garderobe Musik auf. Wir tranken mit den Nachtlebenikonen an der Bar, naschten im Secretroom von Häppchen aus den Händen von Wally aus dem White Trash und Gordon W und sogen eine Stimmung auf, die genauso entschlossen wie ausgelassen war.

Wer von Euch schon mal im Nachtleben gearbeitet hat, weiss wie das ist, wenn man “unter sich” ist. Da ist die ganze aufgestaute Lust auf das, was man nachtein nachtaus beobachtet: LOSLASSEN. Die besten Momente waren in meiner studentischen Nachtlebenkarriere stets die, wenn gegen fünf Uhr morgens die Barleute und Macher aus den umliegenden Clubs in die eine angesagte Location kamen und die Party einen völlig neuen Schwung und meistens nochmal eine andere Dimension annahm. In Berlin war es lange und in einer früheren Zeit das Delicious Donughts, dann die Bar 25. In München war es die Registratur und dann das Pimpernel. In Hamburg der Pudel und in Stuttgart die damalige Radio Bar. Was mich daran immer wieder erstaunt, ist diese ungemeine Lässigkeit und das Gefühl alle Zeit der Welt zu haben, die dann herrscht. Es gibt kein Gestürze auf die Tanzfläche, kein Gedränge an der Bar, kein zielgerichtetes Anquatschen. Es scheint alles nebenher zu geschehen. Und so geschieht es dann auch. I like.



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