Webby Awards in Berlin
Gestern war ich aufgeregt. Es passiert schließlich nicht alle Tage, dass prestigeträchtige Awards Berlin besuchen. Und da es sich dabei um die Auftaktveranstaltung der Webby Awards handelte, und diese wohlgemerkt den „Oskar des Internets“ vergibt und an Orten wie diesem …

Ritz Carlton Laguna Niguel
… zur Verleihung dieser hohen Würde lädt, ja, mein Gott, da darf ja wohl das Glamourseelchen ein wenig zittern.
Nun ja, gezittert hat es dann nicht, aber dafür ordentlich fremdgeschämt.
Aber von vorn:
Zu Beginn war alles gut. In die Bar Tausend gehen wir ja alle immer gern, und vor allem dann, wenn es einen guten Grund gibt. Die Geladenen waren wohlbekannt und freundschaftlich miteinander verbunden. Die Speakerliste hörte sich ganz nett an, auch wenn allein durch sie nicht so ganz klar wurde, um was es denn an diesem Abend so ganz konkret gehen sollte.
Credit: the waving cat
Das war dann auch am Ende nicht klar. Die Anweisung für alle Speaker war wohl streng und der Anweiser muss furchterregend gewesen sein: no branding, no selling, not too niche und irgendwas mit „persönlichem Onlinehighlight 2008“.
Gut, um es kurz zu machen: ein Moderator dessen von ihm auch noch angekündigte Unterzuckerung den akuten Tod seines Sprachzentrums bedeutete (wie hieß denn der Mann von myspace noch mal? Ähem…) und der sich als deutscher Botschafter der Webby Awards versteht, das aber nur nebenberuflich (is klar) ist natürlich nicht der souveränste Start in den Abend.
Mann, Mann, hätte das für ihn schämen nicht so weh getan, hätten wir ihn direkt für Pleiten, Pech und Pannen qualifizieren können.
Die fest zusammen gepressten Äuglein öffneten sich dann aber zwischendurch weit und freudig als Eric Wahlforss das Geheimnis hinter Soundcloud offenbarte: bau etwas, das für die „people of the future“ „superboring“ aussieht. Das Ganze nennt sich dann „Youtube für Musik“ und wir alle lieben es.
Wer auch nicht schlecht war, weil konsequent den Geek hinaushägend: Gabriel Yoran von aka-aki und Youyoung Lee von unlike.net, welche die Autorin der Facebook Gruppe „Don’t let parents onto facebook“ ist.
Was wir nun tun? Bewerben: hier, die deadline ist der 30. Januar 2009, gucken wie’s geht:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=vEkdYJe7cN4&hl=de&fs=1]
gewinnen und denen erzählen, dass Berlin bereit ist: für ein bisschen mehr Qualität!

Sehr schön war auch, dass das “Rickrolling” vom Peter im Publikum nicht mal verstanden wurde.
Ja das ist dann doch erstaunlich, weil da doch so einiges an Internetwissen versammelt war. Aber viellicht war es da bereits zu spät für die Galubwürdigkeit…
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